Der teuerste Kaffee der Welt

Kopi Luwat, der teuerste Kaffee der Welt | Foto: somchai20162516; adobe stock

Als teuerster Kaffee der Welt macht sich der Kopi Luwak oder „Katzenkaffee“ seit dem späten 19. Jahrhundert einen Namen. Zu Beginn der 1990er-Jahre entdeckten Kaffeeliebhaber außerhalb Indonesiens das außergewöhnliche Heißgetränk und lösten damit einen Boom aus. Neben den Kaffeebohnen, die den Darm einer Schleichkatze passieren, gibt es weitere exklusive und kostspielige Kaffeesorten. Einerseits schätzen Fans der Getränke sie für ihren Geschmack. Andererseits handelt es sich um flüssige Statussymbole.

Kaffee als Symbol für Wohlstand

Nach Entdeckung der Kaffeepflanze eroberte das aus ihren Samen gebrühte Heißgetränk zunächst den arabischen Raum und schließlich die ganze Welt. Als die Kaffeebohnen im späten 17. Jahrhundert in Europa Einzug hielten, traf der anregende Geschmack schnell auf Wohlwollen. Jedoch blieb Kaffee vorerst dem Adel und wohlhabenden Bürgern vorbehalten.

Mit der Eröffnung der ersten Kaffeehäuser in Deutschland sowie dem Import der exotischen Bohnen entwickelte sich Kaffee zum Luxusgut. Nach Erkenntnissen des Historikers Ulf Morgenstern kannten die Menschen bis dato nur alkoholische Genussgetränke. Dadurch war Kaffee ein Novum, das die Trinkkultur der städtischen Elite veränderte. Zunächst gönnten sich vornehmlich Männer das Heißgetränk. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts fanden die ersten „Damenkaffeekränzchen“ statt.

Nach dem Aufstieg des Kaffees zum Volksgetränk verlor er zunächst seine Kraft als Wohlstandssymbol. Ab dem Jahr 1850 kamen auch ärmere Bevölkerungsschichten an das energiespendende Heißgetränk. In vielen Arbeiterfamilien köchelte den ganzen Tag eine Art „Kaffeesuppe“, die warm- und wachhalten sollte.

Kaffee als Wohlstandssymbol im 21. Jahrhundert

Bis heute ist klassischer Kaffee aus Arabica- oder Robusta-Bohnen ein massentaugliches Getränk. Daher finden sich in den meisten deutschen Haushalten Kaffeefiltermaschinen oder Modelle mit Mahlwerk und Thermoskanne. Zudem belegt das Statistische Bundesamt, dass im Jahr 2022 in jedem vierten Haushalt ein Kaffeevollautomat steht.

Dem günstigen Kaffeepulver aus dem Supermarkt fehlt zwar der Wohlstandscharakter, dennoch bleibt das koffeinhaltige Getränk ein Statussymbol. Dafür suchen wohlhabende Kaffeeliebhaber nach edlen Kaffeebohnen. In seiner Eigenschaft als wertvollster Kaffee weltweit geht der Kopi Luwak mit einem Kilopreis bis zu 1.200 € einher. Feinschmecker geben für eine Tasse des exklusiven Heißgetränks zwischen 30 und 40 € aus.

Widmen sich Kaffeekenner mit dem sprichwörtlich nötigen Kleingeld dem Projekt „Teuerster Kaffee der Welt“, finden sie neben dem „Katzenkaffee“ weitere Varianten. Ein Blick auf die edlen Kaffeebohnen und ihre Besonderheiten hilft, sich einen Überblick über diesen Kaffeegenuss der außergewöhnlichen Art zu verschaffen.

Die teuersten Kaffeesorten der Welt

Ein arabisches Sprichwort besagt: „Kaffee muss heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt“. Vorwiegend bei edlen Kaffeesorten ergibt die blumig beschriebene Zubereitungsweise Sinn. Ohne die Zugabe von Milch fällt es leichter, den vollen Geschmack der gerösteten Kaffeebohnen zu genießen.

Kopi Luwak – teuerster Kaffee der Welt?

Suchen Genießer nach einem exklusiven Kaffee fürs Frühstück oder für eine Hausparty, treffen sie mit dem Kopi Luwak eine teure und ausgefallene Wahl. Der aus Indonesien stammende Luxuskaffee beeindruckt Kenner mit seinem außergewöhnlichen Geschmack – und seinem vierstelligen Kilopreis.

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Beides verdankt der Kaffee einem Tier: dem Fleckenmusang. Die kleine Schleichkatze frisst die Kaffeekirschen und verdaut deren Fruchtfleisch. Die Samen scheidet sie – fermentiert von den Enzymen im Verdauungstrakt – wieder aus.

Im Vergleich zu klassischen Kaffeebohnen fehlen jenen aus dem Kot der Katze die sauren und bitteren Geschmacksstoffe. Dadurch schmeckt das aus ihnen zubereitete Heißgetränk süßlich, mild und leicht erdig. Zarte Karamell- und Schokoladennoten begleiten jeden Schluck und ziehen dadurch Genießer mit exklusivem Geschmack in ihren Bann.

Da es inzwischen gelingt, den „Katzenkaffee“ künstlich herzustellen, gibt es gravierende Preisschwankungen. In Europa startet der Kilopreis bei 300 € und reicht bis über 1.000 €. Hauptsächlich bestimmt die Qualität der Kaffeebohnen über den Preis. Das gilt ebenfalls für die Kaffeesorte, die dem Kopi Luwak als teuersten Kaffee weltweit den Rang abzulaufen droht.

Black Ivory – der „elefantastische“ Kaffee

Beim Kopi Luwak verleihen die Verdauungsenzyme der Schleichkatze den Kaffeebohnen ihren besonderen Geschmack. Beim Black Ivory übernimmt der Verdauungsprozess von Elefanten die gleiche Aufgabe. Die aus Südostasien stammende Spezialität nennt sich auch „schwarzes Elfenbein“ und gilt als seltenste Kaffeesorte weltweit.

Damit die Arabica-Kaffeebohnen ihre Bitterkeit verlieren, verfüttern Menschen aus Chiang Rai, einer Provinz im nördlichen Thailand, sie an Dickhäuter. Diese stammen aus der „Golden Triangle Asian Elephant Foundation“. Die Kaffeekirschen gelangen zusammen mit Obst und Reis in den Elefantenmagen, durchlaufen ihn sowie den Darm und landen schließlich im Kot.

Mitarbeiterinnen der Foundation sammeln die Kaffeesamen auf und trocknen sie. Nach dem Rösten und Aufbrühen offenbaren die „vorverdauten“ Arabica-Bohnen ihr mildes und zart-schokoladiges Aroma. Ihr Kilopreis beträgt rund 850 €. Um eine Tasse des „Elefantenkaffees“ zu genießen, investieren Kenner im Schnitt 40 €.

Jamaica Blue Mountain – Kaffee aus der höchsten Bergregion Jamaikas

Bereits seit dem 19. Jahrhundert bauen die Einwohner Jamaikas in der höchsten Bergregion des Landes Arabica-Kaffeebohnen an. Durch Einfluss der dortigen Böden und Witterungsbedingungen entwickeln sie feine, blumig-nussige Aromen. Diese kommen im Geschmack des aufgebrühten Kaffees kräftig zur Geltung.

Zu den berühmten Genießern des exklusiven Getränks gehörten die verstorbene Queen Elizabeth II. sowie James-Bond-Darsteller Sir Sean Connery. Feinschmecker, die den Kaffee aus den Bergen ebenfalls probieren möchten, rechnen mit einem Kilopreis zwischen 100 und 150 €.

St. Helena Kaffee – Genuss von der Insel

Saint Helena befindet sich im Südatlantik und misst rund 122 Quadratkilometer. Das entlegene Eiland machte sich als Verbannungsort von Napoleon Bonaparte einen Namen. Inzwischen findet auf den fruchtbaren Böden der Insel der Anbau von Arabica- und Robusta-Kaffeebohnen statt. Aufgrund ihrer Wuchsbedingungen entwickeln die Samen der Kaffeepflanzen ein fruchtiges sowie kräftig-würziges Aroma, dem eine leichte Säure innewohnt.

Der Kaffeeanbau auf Saint Helena begann bereits im frühen 18. Jahrhundert. Damals brachte die East India Trading Company Kaffeesamen aus Jemen auf die Insel. Obgleich deren vulkanische Böden sich für den Anbau eignen, sind durch den Platzmangel die Anbaugegebenheiten beschränkt. Diesem Umstand verdankt der St. Helena Kaffee seinen Wert. Wie beim Jamaica Blue Mountain reicht der Kilopreis bis zu 150 €.

Hawaiianischer Kona – Kaffee aus dem Urlaubsparadies

Laut einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2015 hat Kaffee mehr zu bieten als seinen guten Geschmack. Er soll sich positiv auf die Lebenserwartung auswirken. Forschende der Harvard University fanden heraus, dass tägliches Kaffeetrinken die Mortalität senkt. Für gleichzeitigen Genuss empfiehlt sich ein Blick auf die letzte der fünf teuersten Kaffeesorten der Welt.

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Beim Hawaiianischen Kona handelt es sich um Arabica-Kaffeebohnen, die vom rund 30 Kilometer langen und drei Kilometer breiten „Kona-Gürtel“ stammen. Sie gedeihen auf Vulkanhängen im westlichen Big Island, was Anbau und Ernte erschwert. Dafür schätzen Kenner den „Kona-Kaffee“ für seine Aromatik, in der Beeren, Zimt, Schokolade und Karamell aufeinandertreffen.

Im Schnitt kostet ein Kilogramm der Kaffeebohnen aus Hawaii zwischen 100 und 120 €.

Fazit

Geben Feinschmecker „teuerster Kaffee der Welt“ online in eine Suchmaske ein, erhalten sie eine Liste mit exklusiven Kaffeesorten. Neben dem Kopi Luwak genannten „Katzenkaffee“ finden sich darunter Kaffeebohnen, die den Darm von Elefanten durchqueren. Ebenso wachsen die edelsten Kaffeebohnen weltweit in den Bergen Jamaikas, in Napoleons Exil oder auf Hawaii. Abhängig von ihrer Qualität, der Schwierigkeit von Anbau und Ernte liegt der Kilopreis zwischen 100 und mehr als 1.000 €.

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