Die Geschichte des Kaffees

Der Kaffee und seine Geschichte | Foto: DN6; adobe stock

Die Kaffee-Geschichte begann laut Überlieferungen bereits 900 Jahre nach Christus. Eine Legende, die sich um den Hirten Kaldi und seine Ziegen rankt, erwähnt die Kaffeepflanze zum ersten Mal. Heute zählt Kaffee zu den beliebten Heißgetränken der Deutschen. 89,1 Prozent der Bundesbürger genießen ihn laut dem Tchibo Kaffeereport 2020 jeden Tag. Pro Jahr und Kopf liegt der Kaffeeverbrauch in Deutschland bei 166 Litern. Aufgrund der Beliebtheit des Getränks empfiehlt es sich, einen Blick auf die Kaffee-Geschichte zu werfen.

Die Geschichte des Kaffees im Überblick

Das Wort „Kaffee“ stammt vom arabischen Begriff „qahwa“ ab. Er bedeutet „anregendes Getränk“ und stand ursprünglich für Wein. Der muslimische Glaube verbietet den Genuss von Alkohol. Kaffee mit seinem leicht berauschenden Effekt traf dagegen als „Wein des Islams“ auf starken Zuspruch.

Die intensive Wirkung des Kaffees beschreibt eine seiner überlieferten Entdeckungsgeschichten. Laut dieser beobachtete der Hirte Kaldi seine Ziegen dabei, wie sie Kaffeekirschen verspeisten und anschließend übermütig herumsprangen.

Es ist unklar, ob diese Kaffee-Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Jedoch belegen Überlieferungen, dass Kaffee erstmals in der äthiopischen Region Kaffa Erwähnung fand. Damals nutzten die Menschen die getrockneten Kaffeekirschen und -blätter für die Kaffeezubereitung. Sie gossen sie mit heißem Wasser auf, sodass ein teeähnlicher Sud entstand.

Erst als Kaffee in die arabischen Länder gelangte, kam es zur heute bekannten Zubereitungsform. Damals rösteten und mahlten die Menschen die Kaffeebohnen von Hand, bevor sie sie mehrfach aufbrühten. Heute kommen dafür Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten zum Einsatz.

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Die Entdeckung der Kaffeepflanze

Um die Entdeckung der Kaffeepflanze ranken sich mehrere Legenden. Neben jener des Hirten Kaldi und seiner Ziegen existiert eine weitere Kaffee-Geschichte äthiopischer Viehhüter aus dem abessinischen Hochland. Die Männer wandten sich hilfesuchend an Mönche vor Ort, weil ihre Tiere ganztägig wach und aufgedreht wirkten.

Die Mönche gingen diesem Rätsel nach. Dort, wo die Tiere weideten, fanden sie eine Pflanze mit dunkelgrünen Blättern und Früchten in Gelb, Grün und Rot, die an Kirschen erinnerten. Von beidem nahmen die gelehrten Männer Proben mit und gossen sie mit heißem Wasser auf.

Als sie das daraus entstandene Getränk zu sich nahmen, verließ sie nachts die Müdigkeit und die Mönche fühlten sich wach und angeregt.

Kaffee-Geschichten aus dem orientalischen Raum

Eine weitere Geschichte zur Kaffee-Entdeckung stammt von arabischen Märchenerzählern. Sie berichteten, dass der kranke Prophet Mohammed dem Erzengel Gabriel begegnete. Das himmlische Wesen gab ihm eine Schale mit dunkler, dampfender Flüssigkeit. Als Mohammed sie trank, fühlte er sich gestärkt und führte dadurch das islamische Reich zusammen.

Laut einer anderen Legende geht die Entdeckung des Kaffees auf Omar, einen aus seiner Heimat verbannten Derwisch zurück. In einer Steinwüste, die er durchquerte, fand er eine Pflanze mit kirschartigen Früchten. Er kostete von ihnen und fühlte sich gestärkt. Um seinen Mitmenschen von der „magischen Frucht“ zu erzählen, kehrte er in die Stadt zurück. Zum Dank für seine Entdeckung erließ der Kalif dem Derwisch die Verbannung und schenkte ihm einen Palast.

Kaffee in der arabischen Welt

Die Kaffee-Geschichte in den arabischen Ländern blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im 14. Jahrhundert brachten Händler die Kaffeepflanze aus dem äthiopischen Hochland nach Arabien. Im Jahr 1454 begann der Anbau im Jemen. Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich Kaffee laut dem Manuskript von Abd-al-Kefir zum beliebten Genussmittel wohlhabender Familien.

Zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Kaffee zählte damals die Hafenstadt Mokka. Von hier aus exportieren Händler die Arabica-Kaffeebohnen. Dadurch gelangte der Kaffee in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nach Mekka, Medina und Kairo.

Im Zuge der türkischen Eroberungen im 16. Jahrhundert setzte der Kaffee seinen Siegeszug in Kleinasien, Syrien und Europa fort. Während dieser Zeit entstanden in zahlreichen Städten Kaffeehäuser, die zur Verbreitung der Kaffeekultur beitrugen.

Im Jahr 1647 eröffnete das bis heute bekannte „Café Florian“ in Venedig (Venezia). Anschließend folgten Kaffeehäuser in:

  • Oxford
  • London
  • Marseille und
  • Paris

Bis ins 17. Jahrhundert behielten die Jemeniten das Monopol für den Kaffeehandel. Um den unbegrenzten Kaffeeanbau zu verhindern, wandten viele der Händler einen Trick an. Sie gossen heißes Wasser über die rohen Kaffeebohnen, sodass diese nicht keimten.

Die Verbreitung des Kaffees

Das arabische Kaffeemonopol fand mit Beginn der Kolonialisierung sein jähes Ende. Zunächst brachten Inder keimfähige Kaffeebohnen heimlich außer Landes und züchteten in ihrer Heimat eigene Kaffeepflanzen. Im Jahr 1616 wandten Niederländer einen ähnlichen Trick an. Ab 1658 begann der Kaffeeanbau in der niederländischen Kolonie Sri Lanka. Später folgten:

  • Java
  • Sumatra
  • Timor
  • Bali sowie
  • das heutige Sulawesi

Neben den Niederländern stiegen die Franzosen und Briten in den Kaffeemarkt ein, sodass sich Kaffee zu einem bedeutenden Handelsgut entwickelte.

Bereits im 18. Jahrhundert brachten ihn die Kolonialmächte in viele Teile der Welt, die für den Anbau infrage kamen. Das erleichterte die Kaffeeproduktion in großen Mengen. Gleichzeitig stieg in Europa und Nordamerika der Pro-Kopf-Konsum des anregenden Heißgetränks.

Neben dem Arabica-Kaffee betrat im Jahr 1898 eine weitere Kaffee-Art die Weltbühne: der Robusta. Die Industrialisierung trieb den Handel mit beiden Kaffeebohnenarten sowie den daraus entstandenen Genussmitteln voran.

Im 20. Jahrhundert entstanden die ersten industriell hergestellten Kaffee-Fertigprodukte. Ihre lange Haltbarkeit sowie die unkomplizierte Zubereitung treffen bis heute bei Käufern weltweit auf Wohlwollen.

Im Jahr 2022 besaßen rund 82 Prozent der deutschen Haushalte laut dem Statistischen Bundesamt eine Kaffeemaschine, wobei die Filterkaffeemaschinen dominieren. In etwa 29 Prozent der Haushalte in der Bundesrepublik stehen Pad- und Kapselmaschinen. 24 Prozent verfügen über einen Kaffeevollautomaten.

Die Kaffeehauskultur

Als sich der Kaffee als Genussmittel weltweit verbreitete, folgten ihm die Kaffeehäuser auf dem Fuße. Bereits vor dem 16. Jahrhundert entstanden in den arabischen Ländern Einrichtungen, die den gemeinsamen Kaffeegenuss ermöglichten. Das erste Kaffeehaus Europas eröffnete Mitte des 16. Jahrhunderts in Istanbul.

In den Kaffeehäusern fanden sich zunächst Künstler, Gelehrte und Philosophen für den geistigen Austausch zusammen. Später genossen Paare, Familien, Freunde und Geschäftspartner Kaffeespezialitäten und Süßspeisen in eleganter Atmosphäre.

Im 21. Jahrhundert wichen viele Kaffeehäuser den sich schnell ausbreitenden Coffeeshops und klassischen Cafés. Zusätzlich besitzen die meisten Haushalte inzwischen eine Kaffeemaschine, um das Heißgetränk zum Frühstück, zum nachmittäglichen Kuchenessen oder für eine Hausparty aufzubrühen. Dadurch ging die Kaffeehauskultur vielerorts verloren.

Kaffee in Deutschland

Das erste Kaffeehaus in Deutschland öffnete im Jahr 1673 in Bremen seine Pforten. Mit Einzug des Kaffees und der Kaffeehauskultur entwickelte sich in der heutigen Bundesrepublik ein florierendes Kaffeegeschäft. Friedrich der Große verbot 1780 das private Kaffeerösten, sodass das Kaffeemonopol bis zu seinem Tod beim Staat blieb.

Erst ab dem Jahr 1850 wurde Kaffee zum „Volksgetränk“. In Deutschland bekam er ab 2006 einen eigenen Ehrentag: der 01. Oktober ist der Tag des Kaffees.

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Fazit

Die Kaffee-Geschichte begann im Hochland von Äthiopien und brachte das Heißgetränk schließlich in alle Winkel der Erde. Als „Wachmacher“ erfreut sich Kaffee bis heute bei zahlreichen Menschen großer Beliebtheit. Vielseitige Aromen und Zubereitungsarten tragen zu seinem Genuss bei.

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