Wie viel Tassen Kaffee am Tag sind gesund?

Kaffee – Wie viele Tassen am Tag sind gesund | vizafoto

Wie viel Kaffee am Tag ist ratsam und ab wann überschreiten Fans des koffeinhaltigen Heißgetränks die gesundheitliche Grenze? Diese Fragen stellen sich Einsteiger in die Welt des Kaffees sowie langjährige Genießer. Im Durchschnitt trinken die Deutschen vier Tassen Kaffee am Tag und rund 169 Liter im Jahr. Wie das enthaltene Koffein in dieser Menge auf den Organismus wirkt und ab wann sich Kaffee zum Gesundheitsrisiko entwickelt, verrät der folgende Ratgeber.

Welche Nebenwirkungen von Kaffee gibt es?

Ob günstiger Filterkaffee oder die teuersten Kaffeebohnen der Welt – die Deutschen lieben Kaffee. Dabei steht das koffeinhaltige Heißgetränk in Verdacht, Körper und Geist zu schaden. Das gilt zumindest dann, wenn es Feinschmecker mit dem Kaffeekonsum pro Tag übertreiben.

Ab einer aufgenommenen Menge von einem Gramm Koffein täglich drohen Symptome einer Koffein-Überdosis:

  • Unruhe
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kreislauf-Kollaps
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Diese Überdosis riskieren Kaffeefans, die sich mit ihrem Espressokocher am Tag 15 bis 20 Tassen der italienischen Spezialität zubereiten. Doch auch klassischer Filterkaffee in geringeren Mengen kann Nebenwirkungen nach sich ziehen:

Sodbrennen durch Kaffee

Der morgendliche Kaffeegenuss auf nüchternen Magen führt bei empfindlichen Menschen schnell zu Sodbrennen. Der Grund: Das koffeinhaltige Heißgetränk fördert die Bildung von Magensäure. Prinzipiell ergibt sich daraus noch kein Problem. Im Gegenteil, Kaffee genießt den Ruf als „Verdauungshelfer“.

Leiden Personen jedoch an einem bereits gereizten Magen, ruft die erhöhte Säureproduktion eine lokale Entzündung hervor. Diese akute Gastritis führt oft zu Symptomen wie Magenschmerzen und Sodbrennen. Um dieses Risiko zu senken, empfiehlt sich ein gesundes Frühstück vor dem ersten Kaffee.

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Herzrasen bei einer Überdosierung von Koffein

Bereits der Genuss einer Tasse Kaffee am Morgen kann dazu führen, dass sich die Verbraucher wacher und angeregter fühlen. Das liegt an der Wirkung des aufgenommenen Koffeins im Körper. Dieses setzt sich auf die Adenosin-Rezeptoren im Organismus. Dadurch beeinträchtigt es den auf die Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin hemmenden Effekt des Moleküls.

Koffein trägt dazu bei, dass sich die Blutgefäße zeitweilig verengen und der Blutdruck ansteigt. Doch wie viel Kaffee am Tag löst Herzrasen aus? Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Das Alter und die körperliche Konstitution entscheiden, wie stark Menschen auf Koffein reagieren.

Geübte Kaffeetrinker bemerken einen negativen Effekt auf den Herzrhythmus erst nach sechs oder mehr Tassen ihrer Lieblingskaffeespezialität. Bei Personen, die selten koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen, kann bereits eine Tasse Kaffee mit rund 200 Milligramm Koffein leichtes Herzrasen hervorrufen.

Ebenso spielt die Veranlagung bei der negativen Wirkung von Koffein auf Körper und Psyche eine Rolle. Menschen mit einer bestimmten Genvariante des Adenosin-A2A-Rezeptors neigen beim Kaffeegenuss schneller zu Herzrasen und Panikattacken als andere.

Verdrängung von Kalzium aus dem Körper

Neben dem magenreizenden sowie dem aufputschenden Effekt steht Kaffee seit Jahrzehnten im Verdacht, die Knochendichte zu beeinflussen. Das in dem Heißgetränk enthaltene Koffein steigert die Kalziumausscheidung über die Nieren. Das gilt jedoch erst ab einer täglich aufgenommenen Menge von mehr als 250 Millilitern Kaffee.

Eine akute Reduktion von Kalzium im Körper bewirkt Kaffee ab einer aufgenommenen Koffeinmenge von 800 Milligramm. Zu diesem Ergebnis kam eine im Jahr 2021 veröffentlichte Studie.

Die Probanden kauten über einen Zeitraum von sechs Stunden im zweistündigen Abstand jeweils fünf Minuten ein Koffein-Kaugummi. Vor und nach dem Versuch prüften die Forscher die Kalziumwerte der Teilnehmer. Nach der Koffeinaufnahme stellten sie dabei einen Rückgang des Mineralstoffs um bis zu 77 Prozent fest.

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Die positiven Eigenschaften von Kaffee im Überblick

Obgleich Kaffee in hohen Mengen negative Auswirkungen auf den Organismus mit sich bringt, birgt sein Konsum auch einige Vorteile. Dazu gehört, dass Kaffee sich positiv auf die Lebenserwartung auswirkt. Amerikanische Langzeitstudien fanden heraus, dass bis zu fünf Tassen Kaffee am Tag das Risiko senken, vorzeitig aufgrund einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Kaffee steigert die Konzentration

Kaffee gilt als „Wachmacher“, der die Konzentration verbessert. Diesen Effekt verdankt er der das Adenosin beeinträchtigenden Wirkung des Koffeins. Indem sich Adrenalin im Blut sammelt, verschwindet die Müdigkeit und die Aufmerksamkeit steigt.

In einer Untersuchung stellte eine Forschungsgruppe der John Hopkins University zudem fest, dass Koffein die Merkfähigkeit steigert. Dafür führte das Team um Michael Yassa mit 160 Probanden den folgenden Versuch durch:

  • Die Studienteilnehmer sahen sich mehrere Bilder an.
  • Im Anschluss erhielten sie entweder eine Koffeintablette mit 200 Milligramm Koffein oder ein Placebo.
  • 24 Stunden später legte der Forschungsleiter ihnen erneut eine Bildreihe vor, darunter alte und neue Fotos sowie „Köderbilder“. Letztere sahen den Bildern vom Vortag ähnlich, wiesen jedoch Unterschiede auf.
  • Die Teilnehmer sollten entscheiden, welche Abbildungen sie bereits gesehen hatten.

Das Ergebnis: Die alten und neuen Bilder hielten alle Probanden fehlerlos auseinander. Jedoch fiel die Gruppe, die die Koffeintablette eingenommen hatte, seltener auf die „Köderbilder“ herein. Dieser Umstand legt nahe, dass sich Koffein förderlich auf die Genauigkeit des Langzeitgedächtnisses auswirkt.

Kaffee wirkt entzündungshemmend

Bereiten sich Kaffeeliebhaber ihren Morgenkaffee mit der French Press oder einer klassischen Filtermaschine zu, profitieren sie neben dem guten Geschmack von einem „Konzentrationsbooster“. Gleichzeitig unterstützen sie ihren Organismus bei der Bekämpfung von Entzündungen.

Eine an Mäusen durchgeführte Studie aus Brasilien offenbarte die entzündungshemmende Wirkung von Koffein. Laut der Studienergebnisse unterstütze dieses die körpereigenen Fresszellen. Dadurch trage es zumindest im Tierversuch dazu bei, Viren, Bakterien und andere Erreger zu bekämpfen.

Eine weitere Studie vom Januar 2023 konnte aufzeigen, dass sich der entzündungshemmende Effekt bei Kaffee mit Milchzugabe verstärkt. Die Kombination aus Polyphenolen im Kaffee und Proteinen in der Milch verdoppelt laut Forschungsergebnis die Wirkung von Antioxidantien als Entzündungshemmer.

Kaffee senkt das Risiko für Diabetes

Auch auf das Gewicht und das Diabetesrisiko nimmt Kaffee einen vorteilhaften Einfluss. Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass ein hoher Koffeinspiegel im Blut gleich zwei positive Effekte nach sich zieht. Er führt zu einem niedrigeren BMI und einer geringeren Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Diese Wirkung von Koffein basiert darauf, dass die Substanz:

  • den Stoffwechsel anregt
  • den Appetit hemmt und gleichzeitig
  • die Fettverbrennung ankurbelt

Trotz dieser Ergebnisse raten die Forscher jedoch von einem übermäßigen Kaffeekonsum ab.

Wie viel Kaffee am Tag ist schädlich?

Kaffee geht abhängig von der konsumierten Menge am Tag mit positiven und negativen Effekten auf den menschlichen Körper einher. Als unschädlich für einen Erwachsenen benennt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bis zu 400 Milligramm Koffein über den Tag verteilt. Das entspricht rund vier Tassen des Heißgetränks.

Andere Studien weisen darauf hin, dass maximal fünf Tassen Kaffee am Tag für einen gesunden Menschen keine gravierenden Risiken aufweisen. Die empfohlene temporäre Koffeinaufnahme beschränkt sich jedoch auf 200 Milligramm. Folglich sollten Kaffeeliebhaber nicht mehr als zwei Tassen Filterkaffee hintereinander trinken.

Negative Auswirkungen hat der Kaffeegenuss laut Forschungsergebnissen der University of South Australia ab sechs Tassen täglich. Ab einer solchen Koffeinmenge steige das Risiko für Herzkrankheiten um bis zu 22 Prozent an.

Kaffeestudien widersprechen einander

Die 2019 veröffentlichte Studie der UniSA propagiert fünf Tassen Kaffee täglich aus gesundheitlicher Sicht als empfohlene Höchstgrenze. Jedoch kam eine im gleichen Jahr erschienene Publikation zu einem anderen Ergebnis.

Die Forschungsergebnisse der Queen Mary University of London legen nahe, dass auch 25 Tassen Kaffee am Tag keine schädliche Wirkung auf die Herzgesundheit ausübt. Unterschiede in den Studienergebnissen erklären sich durch die Art der Datenerhebung.

Zwischen maximal fünf und mehr als 20 Tassen Kaffee täglich besteht ein gewaltiger Unterschied. Jedoch verweist Kenneth Fung, Hauptautor der britischen Studie, auf Folgendes: Bei den in der Publikation erwähnten 25 Kaffeetassen am Tag handelt es sich weder um eine „Trinkempfehlung“, noch um eine „sichere Grenze“.

Fazit

Der Kaffeegenuss ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits steht das enthaltene Koffein in Verdacht, Magenschmerzen, Herzrasen und Schlafstörungen auszulösen. Andererseits soll es sich positiv auf die Konzentration und den BMI auswirken.

Fans des Heißgetränks sollten sich unabhängig von diesen Ergebnissen darüber informieren, wie viel Kaffee am Tag ihrer Gesundheit guttut. Laut allgemeinen Empfehlungen sollte sich der Kaffeekonsum bei gesunden Erwachsenen auf maximal fünf Tassen täglich beschränken.

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