Bialetti: richtige Zubereitung, Tipps & Tricks

Bialetti Espressokocher – klassisches Gerät zur Zubereitung von Kaffee | Foto: Jiri Hera; adobe stock

Was ist ein Bialetti und welcher Kaffee kommt für das Modell infrage? Um Antworten zu finden, lohnt sich zunächst ein Blick auf die verschiedenen Kaffeezubereitungsarten und die dafür genutzten Geräte. Denn hinter dem italienischen Markennamen „Bialetti“ verbirgt sich der berühmte achteckige Aluminiumkocher, mit dem sich Genießer aromatischen Espresso zubereiten. Wie der Vorgang vonstattengeht und welche Kaffeebohnen dazu passen, verraten die folgenden Zeilen.

Was ist ein Bialetti?

Tauchen Einsteiger in die Welt des Kaffees ein, treffen sie auf verschiedene Sorten und Zubereitungsvarianten des koffeinhaltigen Heißgetränks. Welcher Kaffee bei Feinschmeckern auf Wohlwollen trifft, unterscheidet sich länderabhängig. Aus einer im Januar 2017 in Österreich durchgeführten und veröffentlichten Studie ging hervor, dass der Espresso zu den drei beliebtesten Kaffeegetränken der Befragten gehörte.

Eine Studie zum Kaffeemarkt in Deutschland aus dem Jahr 2020 deckte auf, dass die Bundesbürger bevorzugt folgende Kaffeespezialitäten trinken:

  • Cappuccino
  • Kaffee mit Milch
  • Latte Macchiato

Schwarzer Kaffee und Espresso treffen laut den Studienergebnissen hauptsächlich bei deutschen Männern auf Wohlwollen. Dagegen bevorzugen die meisten Frauen den Kaffeegenuss mit Milchzugabe.

Entscheiden sich Kaffeeliebhaber unabhängig vom Geschlecht für die italienische Kaffeespezialität Espresso, kommt für die Zubereitung ein Bialetti infrage. Die 1933 von Alfonso Bialetti erfundene achteckige Kanne gehört zu den klassischen Espressokochern, die in Küchen weltweit Platz finden. Synonyme dafür lauten Caffettiera und Moka Express, wobei Letzteres ein Kannenmodell aus dem Hause Bialetti ist.

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  • Zubereitung: den kessel bis zum sicherheitsventil füllen, den filter mit gemahlenem kaffee füllen, die Moka-kanne schließen und auf die herdplatte stellen bis der Moka Express zu gluckern beginnt
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Ein Blick auf die Geschichte des Espressokochers

Die erste Espressokanne ihrer Art entstand in einer kleinen Werkstatt im italienischen Dorf Crusinallo. Als Alfonso Bialetti sie im frühen 20. Jahrhundert auf den Markt brachte, erlebte die häusliche Kaffeezubereitung eine Revolution. Mit dem Moka Express Espressokocher gelang es Kaffeefans erstmalig, sich ohne großen Aufwand eine wohlschmeckende Kaffeespezialität zuzubereiten.

Den Namen seiner Erfindung wählte Bialetti in Anlehnung an die jemenitische Stadt Mokka. Hier befand sich eines der ältesten Kaffeeanbaugebiete weltweit und damit ein bedeutender Eckpfeiler für die Geschichte des Kaffees.

Da es sich bei Bialettis Espressokanne um das italienische Original handelt, kennen Genießer weltweit das Modell bis heute unter seinem Nachnamen. Dementsprechend steht die Bezeichnung Bialetti für den achteckigen Espressokocher aus Aluminium, der nach dem Perkolator-Prinzip funktioniert. Das Wort leitet sich von percolare ab, was durchsickern bedeutet.

Funktionsweise des Bialetti Espressokochers im Überblick

Für Personen, die täglich mehrere Tassen Espresso genießen wollen, kommt eine leicht zu handhabende Espressokanne als Ergänzung zur klassischen Kaffeemaschine infrage. Spätestens nach dem Kauf ergibt es für sie Sinn, sich mit der Funktionsweise des Geräts vertraut zu machen.

Der Aufbau der klassischen Espressokanne

Der Bialetti besteht aus einem Kannenober- und unterteil. In Letzteren füllen die Anwender das Wasser, bevor sie das Kaffeepulver in den vorhandenen Trichtereinsatz mit Sieb geben. Im Anschluss setzen sie die Oberkanne mit dem eingebauten Steigrohr auf die Konstruktion und stellen diese auf die eingeschaltete Herdplatte.

Sobald das Wasser erhitzt, beginnt es zu verdampfen und in der Moka Express entsteht ein Überdruck. Dadurch gelangt die heiße Flüssigkeit durch das im Trichter befindliche Kaffeepulver. Am Ende des Trichters befindet sich ein feines Sieb, das die Pulverrückstände auffängt, während der fertige Kaffee ins Steigrohr dringt. Von hier aus sammelt er sich in der Oberkanne des Espressokochers.

Nach der Zubereitung der Kaffeespezialität verbleibt eine kleine Menge Wasser im Kessel des Bialetti Espressokochers. Das verhindert, dass die Kanne innerhalb kurzer Zeit überhitzt.

Bialetti – welcher Kaffee eignet sich für die Kanne?

Grundsätzlich eignen sich für die Kaffeezubereitung in dem Bialetti Espressokocher Arabica- sowie Robusta-Kaffeebohnen. Erstere zeichnen sich durch ihren milden Geschmack aus. Abhängig von der Art ihrer Gewinnung zählen sie zu den teuersten Kaffeesorten weltweit. Im Vergleich zu ihnen sind Robusta-Bohnen kräftiger und bitterer.

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Ein aromatisch ausgewogenes Getränk bereiten sich Kaffeeliebhaber im Bialetti zu, wenn sie eine Mischung aus beiden Kaffeebohnenarten wählen. Vorzugsweise kaufen sie dafür ganze Bohnen, die sie mit einer manuell betriebenen oder elektrischen Kaffeemühle selbst zermahlen. Dabei achten sie auf einen mittelfeinen Mahlgrad.

Das für den Espressokocher geeignete Kaffeepulver ist gröber als Espressomehl, jedoch feiner als gemahlener Filterkaffee aus dem Handel. Sofern sich keine Kaffeemühle im Haus befindet, lohnt sich dennoch der Kauf von bereits gemahlenem Kaffee. Geben Genießer dazu ein oder mehr Löffel fein gemahlenes Espressomehl, profitieren sie nach der Zubereitung vom charakteristischen Espressogeschmack.

Espresso in der Bialetti richtig zubereiten

Sind die Fragen, was ein Bialetti ist und welcher Kaffee dafür taugt, geklärt, geht es an die eigentliche Zubereitung des Espressos. Als ersten Vorbereitungsschritt kochen die Anwender das dafür benötigte Wasser separat. Das gelingt in einem Topf auf dem Herd oder mit einem Wasserkocher.

Bringen Feinschmecker die Flüssigkeit erst in der Espressokanne zum Brodeln, erhitzt sich das Aluminium schnell. Dadurch entsteht das Risiko, dass das Kaffeepulver vor dem Aufbrühen anbrennt. Die Folge: bittere Geschmacksnoten beeinträchtigen den Espressogenuss.

Während sich das Wasser im Wasserkocher erwärmt, heben Kaffeeliebhaber die Oberkanne vom Bialetti und nehmen bereits den Filter aus dem Trichter.

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Espresso mit dem Espressokocher machen: die Zubereitungsschritte

Sobald das Wasser im Wasserkocher oder Topf kocht, beginnt die eigentliche Espressozubereitung. Dazu wie folgt vorgehen:

  • Kaffeewasser bis kurz unterhalb des Ventils in die Unterkanne des Bialetti Espressokochers füllen
  • Kaffeepulver bis zum Rand in die Trichtervorrichtung einfüllen und leicht anklopfen
  • Filter in den Trichter einsetzen
  • Oberkanne wieder fest auf die Unterkanne setzen

Anschließend den Bialetti Espressokocher auf eine bereits eingeschaltete Herdplatte stellen, damit das darin enthaltene Wasser noch einmal aufkocht. Hören sie in der Kanne ein starkes Sprudeln, nehmen sie den Espressokocher am Griff vom Herd.

Die Unterkanne halten sie umgehend unter einen kalten Wasserstrahl. Dieses „Abschrecken“ stoppt den Brühvorgang und verhindert, dass der fertige Espresso einen bitteren Beigeschmack entwickelt.

Danach servieren Feinschmecker die Kaffeespezialität direkt aus der Kanne. Nach dem Genuss sollten sie nicht vergessen, ihren Espressokocher gründlich zu reinigen. Das funktioniert ähnlich unkompliziert wie bei der French Press.

Die Nutzer schrauben den Bialetti auf und klopfen den Kaffeesatz aus dem Filter. Zum Schluss spülen sie alle Teile der Espressokanne mit kaltem, klarem Wasser ab.

Fazit

Mit dem Bialetti Espressokocher holen sich Kaffeeliebhaber einen Klassiker ins Haus. Die 1933 von Alfonso Bialetti erfundene Kanne zeichnet sich durch ihre achteckige Form und die unkomplizierte Zubereitung der typisch italienischen Kaffeespezialität aus. Feinschmecker klären für sich die Fragen zur Anwendung des Bialetti und welcher Kaffee ihnen mundet.

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